SVA-Zwischendurch: An jedem „verdammten“ Sonntag (Teil 3) & Sauerstoffzelt benötigt

SVA ZwischendurchGuten Morgen zusammen, Zeit für SVA-Zwischendurch, unseren Beitrag für die gute Laune am Mittwoch. Heute bringen wir euch den letzten Teil von an jedem „verdammten“ Sonntag und wir hoffen unser Netzfundstück rund um die Kreisklasse hat euch gut unterhalten. Am Ende haben wir noch zwei unterhaltsame Videos angehängt – also in diesem Sinne !! Nutella aufs Brot, Koffeinhaltiges Heißgetränk an den Start und dann viel Spaß beim heutigen Inhalt. Check it out !! (Team-Homepage)

Einleitung Teil 3: Es gibt nur wenige Fans, die sich in ihrem Leben nicht selbst einmal am runden Leder versuchten. Und es ist kein Zufall, dass viele über Jahrzehnte dem Amateurbereich aktiv die Treue halten. Denn mal Hand aufs Herz: Das „niveaulose“ Gekicke in den untersten Ligen Deutschlands hat durchaus seinen Reiz. Im ersten Teil des Kreisklassen-Zweiteilers („An jedem verdammten Sonntag…“) haben wir bereits gelernt, dass „lange Dinger“ stets Jubelstürme der Mitspieler auslösen und Eisspray nachgewiesenermaßen jede Verletzung heilen kann – egal ob Zerrung, offener Bruch oder Gehirnerschütterung. Weitere Beispiele für den Reiz der Amateurligen gefällig? Bitteschön!

  • Zum Kreisklassenfußball gehört eine optimale Verletzungsprävention. Da herkömmliche Schienbeinschoner die Beweglichkeit im Fußgelenk scheinbar um bis zu hundert Prozent vermindern, greifen viele Hobby-Kicker auf ein Stück Pappe mit der Dicke einer Cornflakes-Packung zurück. Tritt ein Gegenspieler nun bei einer wahnsinnigen Grätsche frontal gegen das Schienbein des so geschützten Spielers, bricht sich maximal der Grätschende den Fuß. Der renommierte Sportmediziner Dr. Klenck („In der Tat!“) hat das in umfangreichen Kurvendiagrammen bereits nachgewiesen. Im Verteidigungsministerium wird indes offen darüber diskutiert, ob die schusssicheren Westen unserer Soldaten nicht durch die zusammengebastelte „Wunderpappe“ ersetzt werden sollte.
  • Kreisklassenfußball ist Bratwurst im Brötchen. Kein Fußballfan braucht exotische Kreativ-Küche, wie sie in den Bundesliga-Stadien teils angeboten wird. Hier ist Bodenständigkeit gefragt, denn am Grill kann entscheidende Arbeit an der Fan-Basis betrieben werden. Das weiß nicht nur der Hamburger SV.
  • Kreisklassenfußball ist ein Sport der klaren Worte. Wenn der Schiedsrichter jemanden mit den Worten „Sie kenne ich noch aus Hinrunde – wir unterhalten uns nur in Farben!“ begrüßt, weiß ein jeder sofort, woran er ist. Dass ohnehin alle Spieler wissen, wo auf dem kleinen Parkplatz das Auto des Schiris steht, ist diesem allerdings auch bewusst.
  • Kreisklassenfußball ist das einfachste Zeitspiel auf der Welt. Vor allem Plätze mit unzureichender Umzäunung zwingen den sonst ja immer fairen Kreisklassen-Kicker fast dazu, den Ball bei einer Führung mal locker 40 Meter weiter auf das benachbarte Grundstück zu kloppen. Während beim ersten Mal noch der Ersatzball bereit liegt, sieht es beim zweiten Mal schon schlechter für das zurückliegende Team aus. Die Ersatzspieler der Heimmannschaft sind dann nämlich meist noch damit beschäftigt, bei einer Runde „Schere-Stein-Papier“ auszuknobeln, wer den eigentlichen Spielball denn nun holen muss.
  • Beim Kreisklassenfußball ist davon auszugehen, dass bei 99 Prozent aller Fouls, bei denen der Grätschende die Schiedsrichterentscheidung mit dem Satz „War doch Ball gespielt!“ anfechtet, eine völlig unverhältnismäßig brutale Grätsche vorangegangen ist.
  • Zum Kreisklassenfußball gehören manchmal auch beeindruckende Kulissen. Dorfsportplätze sind schließlich der Ort, an dem sich eingefleischte Fans mit Streichhölzern oder Wunderkerzen in der Hand gerne mal für pyrotechnisch versierte Ultras halten. Auch weibliche Zuschauer am Spielfeldrand sind nicht selten spielentscheidend. Um zu beeindrucken, gehen viele Kicker bei entsprechendem Publikum auch gerne mal über die Schmerzgrenze. Leider handelt es sich bei den attraktiven Damen meist um Zuschauer, die von Fußball keinen blassen Schimmer haben und nach dem Spiel nicht mal wissen, wie die Begegnung überhaupt ausgegangen ist.
  • Beim Kreisklassenfußball gibt es oft keine Zeit zum Durchatmen. Hier geht es nach einem Elfmeter auch mal direkt mit Einwurf für den Gegner weiter. Auf peinliche Fehlschüsse folgt beim Schützen aber immer ein prüfender Blick auf die vermeintliche Bodenunebenheit im Rasen, da eine technische Fehlleistung kategorisch ausgeschlossen wird.

Torwartfallrückzieher-Eigentor

Dieses Tor lässt uns verwirrt zurück. Nun sitzen wir allein mit der Frage: Was will uns der Torhüter damit sagen?


Bringt uns ein Sauerstoffzelt

Hätten wir nur halb so viel Ballgefühl wie dieser junge Mann, wir würden unsere Jobs hinschmeißen und dribbelnd durch die Welt marschieren… sehr geil !!