Aufgabe und Funktion (Kurzfassung):

Der Schiedsrichter leitet das Fußballspiel und verschafft den Fußballregeln Geltung. Hierfür kann der Schiedsrichter Spielstrafen und Disziplinarstrafen verhängen. Die Disziplinarstrafen können sich gegen Spieler, Auswechselspieler oder ausgewechselte Spieler richten und können mit Betreten des Spielfeldes durch den Schiedsrichter zur Aufnahme des Spiels bis zum Verlassen des Platzes nach Spielende erteilt werden. Zudem hat der Schiedsrichter die Verpflichtung, Regelverstöße und andere unsportliche Verhaltensweisen zur sportgerichtlichen Ahndung zur Meldung zu bringen, die er nach dem Regelwerk nicht unmittelbar ahnden darf, da sie zwar im Zusammenhang mit dem Spiel stehen, aber nicht in dem Zeitraum (Betreten des Spielfeldes durch den Schiedsrichter zur Aufnahme des Spieles vor Spielbeginn bis zum Verlassen des Spielfeldes nach Spielende) stattfinden, in dem der Schiedsrichter unmittelbar Disziplinarstrafen verhängen darf oder die von nicht am Spiel Beteiligten (beispielsweise Vereinsfunktionären oder Zuschauern) begangen werden. Neben der Spielleitung hat der Schiedsrichter noch eine Reihe weiterer Aufgaben (z. B. Kontrolle der vorgeschriebenen Ausrüstung der Spieler), die in den Fußballregeln sowie den jeweiligen Spielordnungen der Fußballverbände festgelegt sind.


Unsere Schiedsrichter:

SVA Schiedsrichter

Nicht auf dem Bild vermerkt sind Wilhelm Fritz und Kerim Üstün die unster Schiedsrichterteam ebenfalls unterstützen.


Geschichte:

Für alle am Fußballspiel Beteiligten ist es heute eine Selbstverständlichkeit, dass die Spiele von geprüften neutralen Fußballschiedsrichtern geleitet werden. Als man Mitte des 19. Jahrhunderts anfing Fußball zu spielen, war das allerdings noch nicht so. In den Anfangsjahren leiteten die Mannschaftsführer beider am Spiel beteiligten Mannschaften das Spiel. Das ging so vor sich, dass der Mannschaftsführer der Mannschaft, deren Spieler gegen die Regel verstieß, das Spiel unterbrach und den Ball für den Stoß durch den Gegner freigab. Erst im Jahre 1873, nachdem bereits zehn Jahre Fußball gespielt wurde und zehn Jahre nach den ersten Fußballregeln, ist der Begriff des Schiedsrichters in die Regeln aufgenommen worden. Als dabei der Schiedsrichter und zwei Unterschiedsrichter (Umpires) in den Regeln eingeführt wurden, hatte der Schiedsrichter lediglich die Funktion einer Berufungsinstanz. Er saß als Funktionär am Spielfeldrand. Verstieß ein Spieler gegen die Regeln, wurden die Umpires von den Mannschaftsführern angerufen. Nur wenn diese sich nicht einigen konnten, musste der Schiedsrichter entscheiden. Es konnten von da ab nicht mehr die Mannschaftsführer entscheiden; diese Befugnis ging auf die Umpires über. Diese wiederum durften nicht in den Mannschaften spielen. Es stand den Mannschaften aber immer noch frei, sich auf einen Schiedsrichter zu einigen, der gewissermaßen Schlichter gegenüber umstrittenen Entscheidungen der Umpires war. Der Schiedsrichter erhielt die Bezeichnung Referee, die international immer noch gilt. Als dann im Jahre 1880 der Schiedsrichter in das Regelwerk aufgenommen wurde, trug diese Regel die Nr. 15 und lautete: Im Einvernehmen der an den Spielen beteiligten Mannschaften kann ein Schiedsrichter bestellt werden, dessen Pflicht es sein soll, in allen Streitfällen der Umpires zu entscheiden. Er soll sich über den Verlauf des Spieles Aufzeichnungen machen und auch die Zeit nehmen. Bei ungebührlichem Betragen eines Spielers soll er den oder die schuldigen Spieler in Gegenwart der Umpires verwarnen beziehungsweise bei grob unsportlichem Betragen vom Spiel ausschließen. Der oder die Namen der schuldigen Spieler sind der zuständigen Behörde zu melden, die allein das Recht hat, eine Entscheidung entgegenzunehmen. Der Schiedsrichter war immer noch nicht der alleinige Leiter des Spiels, aber schon die entscheidende Stelle bei Unstimmigkeiten. Den Begriff „neutral“ kannte die Regel nicht. Jeder Schiedsrichter, auf den sich die Mannschaften einigten, war in seinen Entscheidungen unangreifbar.

Im Jahre 1889 wurden die Bestimmungen über die Leitung von Spielen neu gefasst und die Rechte der Umpires und der Schiedsrichter genau umrissen. Die Bestimmungen lauteten: Zwei Umpires sind zu bestellen, deren Aufgabe es ist, alle Streitpunkte zu entscheiden, wenn sie dazu aufgerufen werden. Ein Schiedsrichter ist zu bestellen, der alle Streitfälle zwischen den Umpires regelt. Es ist Pflicht des Schiedsrichters, in allen Fällen zu entscheiden, in denen die Umpires nicht übereinstimmen oder wenn ein Umpire keine Entscheidung trifft. Obwohl man dazu nicht verpflichtet war, einigte man sich damals bei entscheidenden Spielen schon auf einen neutralen Schiedsrichter. Die Pflicht, für die Leitung eines Spieles einen Schiedsrichter zu bestimmen, bestand seit dem Jahre 1882, weil sich die Unstimmigkeiten häuften. Den Schiedsrichter als alleinigen Leiter eines Spieles gibt es seit dem Jahre 1890.

Im Jahre 1891 wurden die Umpires abgeschafft und an ihre Stelle traten die Linienrichter. Die Stellung des Schiedsrichters wurde dadurch aufgewertet. Für die Linienrichter wurde eine eigene Regel geschaffen. Der Schiedsrichter wurde der alleinige Leiter des Spiels und die Linienrichter wurden ihm unterstellt. Anhand dieser Ausführungen kann man erkennen, welcher Wandlung die Stellung des Spielführers einer Mannschaft, der Linienrichter und des Schiedsrichters unterworfen waren.


Ein besonders positives Zeichen konnten unsere Schiedsrichter in der Saison 2013/2014 setzen. Der Grund hierfür ist einfach aber nicht selbstverständlich. Jeder Verein muss nach § 52 der wfv-Spielordnung eine gewisse Anzahl aktiver Schiedsrichter stellen. Diese Anforderung hat der SVA mit zwei zusätzlichen Schiedsrichtern mehr als erfüllt.

Der wfv belässt es hierbei nicht nur mit warmen Worten, sondern dankt dem Verein für dessen Bemühungen und Aktivitäten in Form eines

Sonderzuschusses von insgesamt 90 €

für die zwei mehr angerechnete Schiedsrichter. Dieser Sonderzuschuss stammt aus den Geldbußen, die den Vereinen auferlegt wurden, die zu wenig Schiedsrichter gestellt haben. Vielen Vereinen in der näheren Umgebung gelingt es nicht mehr, die vom wfv geforderte Anzahl von Schiedsrichtern zu stellen. Darauf dass der SVA hierbei das Soll überfüllt hat, kann der Verein stolz sein. Der Dank des wfv kann direkt unseren Schiedsrichtern weitergegeben werden: Manuel Eggle, Karl Bischoff, Chris Erne, Markus Höhne und Wilhelm Fritz. Sie halten den Spielbetrieb am Laufen und verbringen an den Wochenenden oft mehrere Stunden auf dem Sportplatz um ein geregeltes Fußballspiel zu gewährleisten. Weiterhin sind wir sehr froh seit Jahren mit Heinz Förster einen ehrenamtlichen Linienrichter zu haben. Vielen herzlichen Dank dafür!

Seit der Saison 2014/2015 unterstützt zusätzlich Kerim Üstün unser Schiedsrichterteam. Die Hoffnung auf einen Sonderzuschuss und einen Dank des wfv auch in den kommenden Jahren ist da.